Labradoodle Portrait

Der Trend-Hund des Jahres ist kein Geringerer als der Labradoodle.

Doch, was dessen Fell und die damit verbundene Pflege angeht, ist Labradoodle nicht gleich Labradoodle. Dominiert der Pudel in einer Kreuzung, dann hat der Doodle ein deutlich lockigeres, pudelähnliches Fell. Setzt sich der Labrador stärker durch, ist das Deckhaar drahtiger, gepaart mit einer ordentlich dicken Unterwollschicht.  

Diese Kreuzung von zwei Fellarten, die pflegebedürftiger nicht sein könnten, bringt Besitzer jedoch oftmals an ihre Grenzen.

Gerade der Labradoodle mit überwiegendem Pudelanteil benötigt tägliche Fellpflege, damit das starke, dichte Fell nicht verfilzt.

Verliert man die Pflege einmal aus den Augen, wuchern die Filzplatten oftmals von unten nach oben und erstrecken sich rasch über den gesamten Körper.

In einzelnen Fällen bleibt leider keine andere Wahl, als eine Komplettschur vorzunehmen, da, aufgrund der Verfilzungen, die Schere nicht mehr greift.

Wer jetzt denkt, ein Doodle ist im Nullkommanix mit der Maschine abgeschoren, der irrt. Oftmals ist das Fell so dicht, dass sich selbst die Maschine nur mühsam durch das Fell kämpft.

Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass gerade die anfälligen Stellen (Achseln, am Routenansatz, hinter den Ohren), immer gut gebürstet und im Anschluss mit einem Kamm auf Knoten kontrolliert werden.

Ist der Filz erstmal fortgeschritten kann aus einer zweistündigen Fellpflege, schnell mal ein drei bis vierstündiger Termin werden.

zwei Labradoodle im Sonnenuntergang
Lächelnder Labradoodle

Erfahrungsgemäß dauert die Fellpflege eines Labradoodles inkl. waschen 2-2,5 Stunden.

Daher gehört der Labradoodle mit zu den arbeitsintensivsten Hunderassen überhaupt, weshalb sie in renommierten Salons hochpreisig geltend gemacht werden. 

Deshalb sollten sich zukünftige Besitzer im Vorhinein überlegen, ob sie ihren Hund mit viel Zuwendung fachgerecht frisieren lassen möchten und der aufwendigen Prozedur der Groomer Wertschätzung entgegenbringen.